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Themenübersicht


Unser Beitrag bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

 

BTI-Ausbringung

Die Grundlage unserer Bekämpfung ist das Abtöten der Larven der Asiatischen Tigermücke in den wassergefüllten Brutstätten mit dem biologischen Wirkstoff BTI. Dabei ist der eigentliche Wirkstoff ein Eiweißkristall, welches von dem sporenbildenden Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (B.t.i.) gebildet wird. Dieses biologisch abbaubare Eiweißkristall wirkt hochselektiv und nur tödlich für die Larven weniger Mückenarten. Für andere Tiere, wie z.B. Hunde, Katzen, Vögel, Reptilien, Amphibien und natürlich auch für den Menschen ist der biologische Wirkstoff BTI völlig unbedenklich. So wird der rein biologische Wirkstoff schon seit über vier Jahrzehnten von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Larven der Asiatischen TigermückeSchnakenplage (KABS e.V.) bei der Bekämfpung der plageerregenden Überschwemmungsmücken in den Rheinauen der Oberrheinebene eingesetzt.

Im Jahr 2019 wird der biologische Wirkstoff BTI in Form von Sprudeltabletten von unseren Mitarbeitern kostenlos an alle Haushalte im Bereich der Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Ludwigshafen per Hauswurfsendung verteilt.
Ab dem Jahr 2020 wird je nach Befallssituation der biologische Wirkstoff BTI ab Ende April im regelmäßigen Abstand durch unsere Mitarbeiter per Hand bis zum Ende der Reproduktionsperiode ausgebracht.

 

Sterile-Insekten-Technik (SIT)

Seit 2016 wendet die KABS e.V. je nach Befalls- und Brutstättensituation zusätzlich die Sterile-Insekten-Technik zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke an. Bei diesem sogenannten Selbstvernichtungsverfahren werden zuerst Männchen der Asiatischen Tigermücke im Labor gezüchtet und durch ionisierende Bestrahlung sterilisiert. Diese unfruchtbaren SIT-Männchen werden in großer Zahl im Befallsgebiet freigelassen, wodurch wildlebende Weibchen, welche sich mit den freigelassenen SIT-Männchen paaren, nicht lebensfähige Eier ablegen.

Paarung der Asiatischen Tigermücke

Die wöchentliche Freilassungen der SIT-Männchen erfolgt abhängig von der Befalls- und Brutstättensituation ab Anfang Mai 2020 im Bereich der Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Ludwigshafen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass, wie bei allen Stechmückenarten, auch die Männchen der Asiatischen Tigermücke keinen Stechrüssel besitzen, und nur Blütennektar oder Pflanzensäfte als Nahrung aufnehmen und daher nicht stechen.

Durch die ebenfalls umweltfreundliche SIT-Bekämpfungsmethode wird ein Großteil der bei der BTI-Ausbringung entkommenen Weibchen der Asiatischen Tigermücke daran gehindert, erfolgreich Nachkommen zu zeugen. Je nach der Anzahl der ausgebrachten SIT-Männchen, der Verteilung der SIT-Männchen im Befallsgebiet und der Anzahl der bei der BTI-Behandlung entkommenen Weibchen, ist von einer weiteren Reduktion bzw. Fehlbefruchtung der verblieben Wild-Weibchen von bis zu 75 % auszugehen.